
Ich mag den Winter. Nicht unbedingt den draussen. Ich mag den drinnen. Vielleicht mal ein paar Stunden an der eisigen Kälte, dann aber ganz schnell wieder in die warme Stube und sich dann am Holzofen aufwärmen. Wie gut wir es haben, diese Entscheidungen treffen zu können. Möchte ich nach draussen oder lieber in der gemütlichen Stube verweilen?
Weniger gut haben es Menschen, die kein Dach über Kopf haben. Kein zu Hause. Kein Rückzugsort. Obdachlose Menschen haben selten diese Wahl.
In meiner beruflichen Arbeit als Themenmanagerin Wohnen bei der Heilsarmee, hat mich die letzten Monate wieder die Obdachlosigkeit in der Schweiz beschäftigt. Beim Vertiefen wurde sehr schnell klar, dass Frauen auch im diesem Thema das schwerere Los gezogen haben als Männer. Denn tatsächlich sieht man auf der Strasse nur wenige obdachlose Frauen und trotzdem sind sie da, aber sie sind unsichtbar. Diese Obdachlosigkeit ist nicht offensichtlich. Nein, sie ist verdeckt. Das sind Frauen, die kein Wohnsitz haben und damit auch wesentlich weniger Rechte und sind somit Gefahren ausgesetzt. Sie sind unsichtbar!
Obwohl die Tage länger werden und die Temperaturen steigen, für obdachlose Frauen, verbessert sich die Situation kaum. Die Kampagne zum Thema «Obdachlose Frauen – Frauen zwischen Strasse und Notschlafstelle» läuft noch bis Mitte März.
Wenn dich diese Ungerechtigkeit ebenfalls bewegt, dann hilf mit, das Thema sichtbar zu machen, indem du diesen Beitrag in deinem Netzwerk weiterverbreitest. Hier geht es zur Themenseite: Obdachlose Frauen – unsichtbar und schutzlos!
Danke von Herzen für dein Interesse!
PS
In meinem 2 Jahres Vorkurs an der Schule für Gestaltung kriege ich die Gelegenheit mich auch kreativ mit den Themen zu beschäftigen, die ich in meiner Arbeit behandle, aber ich widme mich auch Themen, die uns in den Nachrichten begegnen. Wenn dich interessiert, was ich da so mache, dann kannst du gerne entweder meinen Newsletter abonnieren und/oder mir auf Instagram folgen: nadiafrancioso oder pretpourmoi
Beim farbigen Bild oben habe ich eine eine Mixed Media-Stapelart-Technik im Unterricht Maltechniken ausprobiert (inspiriert von @claudiastapel_art). Es geht darum, ganz viele Schichten zu gestalten und diese immer wieder zu übermalen. Ich hatte nicht sehr viel Geduld, aber dieses Bild erinnert mich daran, dass ich mich noch in diese Technik vertiefen möchte. Gleichzeitig habe ich das Thema der obdachlosen Frauen für mich verarbeitet.
Das Bild unten ist eine Fotografie des Key Visuals unserer Kampagne (Bild von Unsplash, bearbeitet), das ich mit Siebdruck auf Seidenpapier gedruckt habe. Die Idee ist es, dieses Bild in die obere Mixed Media Stapelart-Technik zu integrieren. Ich halte dich da auf dem laufenden!
